Liegt der Landkreis LRO in “Absurdistan” ?
Stellen Sie sich vor,
den Politessen unseres Ostseebades ist das Verteilen von Knöllchen für Falschparker zu mühsam geworden.
Sie nehmen sich eine Auszeit von 6 Monaten,um Kritik und Rechtsstreits aus dem Wege zu gehen .
Was passiert dann ?
Die Falschparker werden nicht mehr belästigt – die Stadt muss sich auch nicht mehr mit dem eingenommenen Geld der
Strafzettel umher plagen. Gibt es so etwas ?
Zum Glück in unserer Stadt nicht – hier verrichten unsere Politessen tapfer ihren oft nicht leichten Dienst.
Im Landkreis LRO sieht es anderes aus.
Die Bauaufsicht beschließt im Frühjahr 2012, sich eine Auszeit bei der Durchsetzung von Bebauungsplänen der Stadt Kühlungsborn zu gönnen.
Die Umnutzung von Wohngebieten zu Ferienwohngebieten wird, entgegen der gültigen Bebauungspläne, nicht mehr beanstandet oder verfolgt.
Weil das einer Lobbyistengruppe sehr gut gefällt, fordert sie den Landkreis auf, diese Auszeit auch noch zu verlängern.
Der Landkreis kommt im Oktober dieser Aufforderung nach.
Gehen dem Landkreis hier nicht Einnahmen verloren, die man durch ordnungsrechtliche Verfahren bekommen hätte ?
Natürlich – in beträchtlicher Höhe.
Ist doch egal, der Landkreis hat ohnehin zu wenig Geld. Er kann es sich ja über die Kreisumlage von den Gemeinden holen
oder kürzt es bei der Musikschule.
Ärgerlich ist nur, dass durch die schlaffe Haltung des Landkreises es immer schwerer wird, in Kühlungsborn eine bezahlbare Wohnung zu bekommen.