Eine Stadtvertreterentscheidung gegen Bürgerinteressen und Tourismus.

Mit großer Mehrheit wurde am 10.12 durch die Stadtverteter beschlossen, in den neuen Wohngebieten großzügig die Umwandlung von Wohnraum in Ferienwohnungen zuzulassen.
In mehr als 250 Häusern sollen danach Dauerwohnungen zukünftig in Ferienwohnungen, zu je 4 Betten, umgewandelt werden dürfen.
Dies ist eine sehr harte Enscheidung gegen alle Wohnungssuchenden in unserer Stadt.
Preiswerte Wohnungen sind jetzt schon kaum noch zu bekommen.
Auch touristisch ist dies sehr kritisch zu sehen.
Wir haben laut unserer „Touristischen Leitlinien“ die maximal zumutbare Anzahl von 16 500 Gästebetten erreicht.
Mehr sollten es nicht werden – wurde vor drei Jahren beschlossen.
Der Ort gibt in Größe und Struktur mehr nicht her.
Die Qualität und der Ruf unseres Ostseebades leidet sonst. (so die Aussage der Tourismusstudie)
Jetzt sollen mehr als 1 500 Ferienwohnungsbetten, zusätzlich zur kritischen Obergrenze von 16 500 Gästebetten, zugelassen werden.
Warum soll das für den Tourismus im Ort schädlich sein ?
In der Hauptsaison ist der Ort übervoll und die Gäste meckern kräftig.
Anspruchsvoller Tourismus, so wie wir ihn wollten, ist in der Hauptsaison kaum noch möglich.
Ein Zuwachs an Übernachtungen sollte laut „Touristischen Leitlinien“ nur in der Vor- und Nachsaison erfolgen.
Diese Jahr hatte Kühlungsborn in der Vor und Nachsaison 54 000 Übernachtungen weniger.
Ursache dafür kann durchaus das Absinken der Qualität und des guten Rufes unseres Ostseebades sein.

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Eine Antwort auf Eine Stadtvertreterentscheidung gegen Bürgerinteressen und Tourismus.

  1. Manfred Ohldag sagt:

    Wir kommen seit der Wende regelmäßig nach Kühlungsborn und haben uns immer auch daran erfreut, dass es in Kühlungsborn touristisch und wirtschaftlich voran ging. In den letzten Jahren ist allerdings genau das zu beobachten, was Knut Wiek hier beschreibt, in der Saison kann man als Gast eigentlich nicht mehr herkommen und auch für die Bevölkerung kann es nicht vor Vorteil sein. Wachstum ohne Grenzen hat für die Gesamtheit noch nie einen Vorteil gebracht. Und wofür entwickelt man touristische Leitlinien, wenn man sie anschließend zu Makulatur erklärt?

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