Über die TSK wird ja bekanntermaßen in unterschiedlichen Bereichen gestritten. Sie wurde in der Absicht gegründet, die touristische Arbeit im Ostseebad zu professionalisieren und zu entpolitisieren. Deshalb übernahmen auch private, im Tourismus erfahrene Gesellschafter die Mehrheit der Gesellschaftsanteile, ein Marketing-Mann wurde in die Geschäftsführung berufen. Nun heißt es, sie mache einen schlechten Job. Da werden Veranstaltungen als Alibi-Auftritte für Bierwagen bezeichnet, die Konkurrenz zu anderen Gewerbetreibenden bei Zimmervermittlung, Fahrradverleih usw. kritisiert und insbesondere das Verhalten des Geschäftsführers bei der Beantragung der städtischen Zuwendungen beanstandet.
Die SPD Kühlungsborn vertritt dazu folgende Standpunkte:
1. Da die TSK ein privates Unternehmen ist, bleibt es den Gesellschaftern vorbehalten, über Geschäftspolitik und Geschäftsführung zu befinden. Aufgrund der großen Zahl der Gesellschafter hielten wir es aber für sinnvoll, die Führung durch die Gesellschafter wieder in einem Aufsichtsrat oder Gesellschafterausschuss zu bündeln.
2. Der Geschäftsführer hat seine Qualitäten auf den Gebieten Marketing und Werbung, nicht in der Buchhaltung und auch nicht auf dem Feld der Diplomatie. Für das Zahlenwerk und die Präsentation beim Hauptkunden Stadt sollte besser eine geeignete andere Person z.B. als zweiter Geschäftsführer handeln.
3. Die Stadtverwaltung entscheidet im Gespräch mit der TSK und im Einvernehmen mit den Stadtvertretern über die notwendige Höhe der jährlichen Zuwendungen. Es besteht kein Automatismus, jährlich mehr zu zahlen, zumal wenn andere Aufgabengebiete wie der Strand drängen. Die TSK hat als langjähriger Partner für Zwecke der eigenen Planung natürlich einen Anspruch, den finanziellen Handlungsspielraum frühzeitig und längerfristig von der Verwaltung aufgezeigt zu bekommen.
4. Die TSK hat über ihre Mittelverwendung Rechenschaft zu legen. Kommt es dabei zu unterschiedlichen Auffassungen über die Richtigkeit von Angaben, ist es im Geschäftsleben legitim, sich gutachterlich oder vor Gericht über die Sachfrage auseinanderzusetzen. Dies braucht nicht als persönliche Ehrverletzung verstanden zu werden. Künftig könnte auch ein neutraler Mittler (Mediator) eingesetzt werden.
5. Die TSK ist nicht der Geschäftsführer allein, sondern das Team der Mitarbeiter. Und das hat bisher unbestritten auf vielen Messen, mit ausgezeichneten Katalogen, in der Tourist-Info oder im Bootshafen harte Arbeit geleistet. Da wir keinen Einblick in die Gehaltslisten der TSK haben und auch die sich im Bekanntenkreis befindlichen TSK-Mitarbeiter durchaus den Eindruck üblicher Arbeitnehmer vermitteln, halten wir es für nicht respektierlich, sie in der Öffentlichkeit als überbezahlte Mitarbeiter abzuqualifizieren.
6. Kühlungsborn hat ein vielseitiges touristisches Publikum, dementsprechend breitgefächert sind auch die Veranstaltungen. Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich immer streiten; wir halten es mit dem allgemeinen Grundsatz: Der Wurm muss den Fischen schmecken und nicht dem Angler.
7. Aufgrund der bisherigen und im Ergebnis erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen Stadt und TSK halten wir es für richtig, die Funktionsfähigkeit der TSK aufrecht zu erhalten. Deren Mitarbeiter sind im Stadtmarketing eingearbeitet und umfänglich erfahren. Der Bootshafen benötigt keinen anderen privaten Betreiber, und das Projekt Schwimmhalle ist mit der TSK auf den Weg gebracht. Insofern wäre auch darüber nachzudenken, ob es günstig ist, wenn die Stadt ihre Anteile an der Gesellschaft zum jetzigen Zeitpunkt abgibt.
8. Abschließend möchten wir dem Bürgermeister darin zustimmen, dass die TSK als Dienstleistungsbetrieb eine nützliche Struktur ist, die wir beibehalten wollen. Voraussetzung ist ein vernünftiges Verhältnis zwischen ihr sowie Rathaus und Stadtvertretung. Scheitert dies an einzelnen Personen, muss eben über die Personen nachgedacht werden. Negative Berichte und Halbwahrheiten bringen das Ostseebad Kühlungsborn jedenfalls nicht voran.
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