SPD-Ortsverein übt Kritik an Preisliste

Christiane Bonow mit der Eismaschine auf der neuen Fläche.
Christiane Bonow mit der Eismaschine auf der neuen Fläche. Quelle: Rolf Barkhorn

Kühlungsborn

 Unabhängig davon, ob es zur beginnenden Adventszeit am kommenden Wochenende draußen kälter wird oder nicht, beginnt am Sonnabend um 16 Uhr im Ostseebad Kühlungsborn eine neue „Eiszeit“. Passionierte Eisläufer können dann wieder ihrem schönen Hobby frönen. Doch die neue Eiszeit –inzwischen die 14. – in Kühlungsborn unterscheidet sich von denen vergangener Jahre. Denn die Eisbahn, die 13 Jahre lang in einem Zelt im Konzertgarten West untergebracht war, befindet sich nun in einer festen Halle in der Hermannstraße. Betrieben wird die Mehrzweckhalle vom Lübecker Ralf Blohm, er hatte nach der Ausschreibung den Zuschlag von der Stadt erhalten.

SPD-Ortsverein übt Kritik an Preisliste

Die Eröffnung der neuen Mehrzweckhalle mit dem Namen „Meehr Spaas“, sorgte schon im Vorfeld für Diskussion. Denn als eine erste Preisliste im Ostseebad die Runde machte, nach der Erwachsene acht Euro zahlen sollten und der ermäßigte Satz von fünf Euro nur für Kinder bis zwölf Jahren gelten sollte, erregten sich die Gemüter. Kritisch beurteilte der SPD-Ortsverein die neue Preisgestaltung und stellte in einer Pressemitteilung fest, dass sich die Eintrittspreise gegenüber der alten Eisbahn fast „verdreifacht“ hätten, da man wie vorher auch kein Zweistunden-Ticket mehr für sportliche 2,50 Euro bekomme. Eine Erhöhung der Preise könne nur maßvoll erfolgen, mahnte die SPD-Ortsvorsitzende Corinna Hülsmann und wendete sich auch direkt an den Betreiber der neuen Eishalle, Ralf Blohm.

Betreiber reagiert und passt Preisliste an

Der reagierte prompt und nahm noch in der vergangenen Woche eine Anpassung seiner Preisliste vor. Danach zahlen Erwachsene jetzt sieben Euro als Tagessatz und der ermäßigte Satz von fünf Euro gilt nunmehr für Kinder und Jugendliche bis 17 Jahren. Auch werden sowohl für Erwachsene als auch für Kinder Zehnerkarten angeboten, bei denen jeweils zehn Euro gespart werden.

„Bei der ersten Preisliste hatten wir uns an der Eishalle in Rostock orientiert. Aber es war dann wohl richtig, die Preise den Kühlungsborner Gegebenheiten anzugleichen“, erklärt Eishallenbetreiber Ralf Blohm, der bestätigte, sich inzwischen mit Corinna Hülsmann verständigt zu haben.

Dass der Unternehmer ihren Einwand nicht einfach abgeblockt, sondern positiv reagiert habe, schätze sie sehr hoch ein, erklärt Corinna Hülsmann und sagt: „Die Anpassung der Preisliste ist ein Schritt in die richtige Richtung. Und wer weiß, vielleicht ergibt sich später im laufenden Betrieb noch die Möglichkeit, die Liste um einen zeitlich begrenzten Eintritt für kleines Geld zu erweitern. Dass mit dem Umzug der Eishalle in die neue Mehrzweckhalle die alten Preise nicht gehalten werden können, war uns wohl allen klar. Aber wir wollen auch nicht, dass Kühlungsborner Kinder draußen bleiben müssen, weil sie sich den Eintritt nicht leisten können.“

Praktisch am neuen Standort: Gleich gegenüber der Halle befindet sich ein städtischer Parkplatz. Geblieben ist die Größe der Eisfläche von 500 Quadratmetern, womit dann neben Eislaufen auch weiterhin beliebte Sportarten wie Eisstockschießen und Eishockey möglich sind.

Rolf Barkhorn

Quelle: http://www.ostsee-zeitung.de/Mecklenburg/Bad-Doberan/Neue-Eiszeit-in-Kuehlungsborn

Dieser Beitrag wurde unter Aktuelles veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.